
PM: Jetzt landesweites Radverkehrsnetz verbindlich festschreiben
Fortschreibung des Fahrradmobilitätskonzepts muss klare Netzstruktur liefern
Hannover, 23.02.2026 – Der ADFC Niedersachsen fordert im Zuge der Fortschreibung des Fahrradmobilitätskonzepts ein verbindlich koordiniertes, landesweites Radverkehrsnetz. Die Studie Mobilität in Deutschland (MiD 2023) zeigt: Der Radverkehrsanteil liegt weiterhin bei 15 Prozent – auf dem Niveau von 2017. Das Ziel, den Anteil bis 2025 auf 20 Prozent zu steigern, ist bislang nicht erreicht.
Zugleich erkennt der ADFC an, dass Fortschritte erzielt wurden: Der Radwegebau an Landesstraßen nimmt zu, Maßnahmen aus dem bisherigen Konzept wurden umgesetzt, Fördermittel des Bundes stehen bereit, und viele Kommunen treiben den Radverkehr engagiert voran. „Das Problem ist nicht fehlendes Engagement oder fehlendes Geld – es fehlt der rote Faden“, erklärt Rüdiger Henze, Vorsitzender des ADFC Niedersachsen. „Einzelmaßnahmen reichen nicht aus, wenn sie kein zusammenhängendes Netz ergeben.“
Gerade in einem Flächenland sind sichere Verbindungen zwischen Orten, Mittelzentren und Bahnhöfen entscheidend. Viele Alltagswege überschreiten Gemeindegrenzen – ohne landesweite Koordination entstehen Lücken. Vorbild kann das RadNETZ Baden-Württemberg sein, das Kommunen auf definierten Routen landesweit verbindet und einheitlich ausweist.
Forderungen des ADFC Niedersachsen
Der ADFC erwartet von der Fortschreibung:
1. Ein landesweit definiertes Alltagsradnetz mit klar benannten Hauptverbindungen.
2. Verbindliche Qualitätsstandards.
3. Priorisierte Umsetzungsabschnitte mit messbaren Zwischenzielen.
4. Verlässliche Finanzierungsperspektiven.
5. Eine zentrale Koordinationsstelle des Landes.
Die Fortschreibung bietet die Chance, ein landesweites Radverkehrsnetz verbindlich zu verankern und vorhandene Mittel strategisch zu bündeln.
Über den ADFC Niedersachsen
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub e.V. (ADFC) ist die größte Interessenvertretung der Radfahrer:innen in Deutschland. Der Verein hat mehr als 240.000 Mitglieder aller Altersstufen, davon über 24.000 in Niedersachsen. Ehrenamtliche in 39 Kreisverbänden und 40 Ortsverbänden im Land setzen sich im ADFC Niedersachsen ein. Der ADFC berät in allen Fragen rund ums Fahrrad. Er bietet Radtouren an und setzt sich politisch auf allen Ebenen für die konsequente Förderung des Radverkehrs ein.
An die Redaktion
Zur Studie Mobilität in Deutschland
Zum Fahrradmobilitätskonzept 2021
Pressefoto im Anhang: Radweg-Beschilderung – für ein verbindlich definiertes und landesweit koordiniertes Radverkehrsnetz.
Foto: Markus Distelrath auf Pixabay
Kontakt
Isabella Breeck
Referentin für Radverkehr und Interessenvertretung des ADFC Niedersachsen
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