Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Niedersachsen e. V.

Für Kinder, für Lasten, für Hunde: Ein faltbarer Anhänger ist eine großartige Erweiterung der Möglichkeiten eines Fahrrads. Dieser lässt sich auch als Jogger nutzen ("Kid Keeke" von Croozer).

Unterwegs mit Transportanhänger. © www.croozer.de/pd-f

Sicher unterwegs im Herbst

Radfahren bei herbstlichen Bedingungen ist eine gute Idee. Die tiefstehende Sonne, rutschige Blätter auf der Fahrbahn oder schlecht funktionierende Technik sind zwar potenzielle Risiken, die sich aber leicht vermeiden oder beheben lassen.

Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel: Im Herbst ist eine funktionierende Beleuchtungsanlage unumgänglich, auch auf dem Weg zur Arbeit, denn irgendwann schafft man es bestenfalls noch in der Dämmerung nach Hause. Sollte die Beleuchtung ihren Dienst verweigern, wird es also allerhöchste Zeit, das in Ordnung zu bringen.

Auch die passive Beleuchtung – besser bekannt als Reflektoren – verdient jetzt Aufmerksamkeit, da sie bei Regenwetter schnell verschmutzt. Damit Reflektoren ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen können, brauchen sie gelegentlich eine Reinigung. Das betrifft die Reflektoren vorne und hinten, an den Pedalen, in den Speichen, reflektierende Speichenclips und auch die Reflexstreifen am Reifen.

Angepasste Kleidung und Sonnenschutz

Oft wird helle Kleidung oder Kleidung mit Reflexelementen empfohlen. In der Realität sieht es anders aus: getragen wird überwiegend dunkle Kleidung. Helle Kleidung gefällt nicht jedem und wird schneller schmutzig. Funktionskleidung mit reflektierenden Details ist ebenfalls nicht für alle ästhetisch akzeptabel.

Abhilfe können reflektierende Klettbänder schaffen, mit denen man gleichzeitig die Hosenbeine vor Verschmutzungen durch die Fahrradkette bewahren kann. Reflexbänder können auch um den Arm getragen werden.

Frieren vermeiden

Wichtig ist eine dem Wetter angepasste Kleidung. Wer zum Beispiel bei niedrigen Temperaturen auf dem Rad friert, ist unbeweglicher und kann schlechter auf Situationen reagieren, in denen schnelles Handeln gefordert ist.

Die tiefstehende Sonne kann so stark blenden, dass man den Gegenverkehr oder querende Fußgänger:innen nicht sieht. Sonnenbrillen sind daher im Herbst sinnvoll, auch Schirmmützen können vor der Sonne schützen.

Technik pflegen

Nicht nur die Beleuchtung ist wichtig, auch die weitere Technik am Rad sollte gut in Schuss sein: vor allem die Bremsen. Die Bremsbeläge verschleißen schneller, denn Nässe und Schmutz auf der Felge wirken wie Schmirgelpapier. Eine regelmäßige Kontrolle ist notwendig.

Bewegliche Teile freuen sich über eine Schmierung. Insbesonder die Kette braucht regelmäßig Öl, um geschmeidig zu laufen. Bei Nabenschaltungen verläuft sie häufig in Kettenkästen, die sie vor Umwelteinflüssen schützen. Hier ist das Nachölen nicht so häufig nötig wie bei offenen Kettenschaltungen.

Vorsicht, rutschig!

Im Herbst können feuchte und verschmutzte Fahrbahnen problematisch werden. Auch Laub, selbst wenn es oberflächlich trocken aussieht, kann zu unfreiwilligen Rutschpartien führen, wenn die unteren Laubschichten feucht sind.

Bauerneis, also von landwirtschaftlichen Fahrzeugen vom Feld auf die Straße mitgeschlepptes Erdreich, sorgt vor allem außerhalb von Ortschaften für Unfallgefahr. Daher ist ein entsprechend vorsichtiger Fahrstil angebracht.

Die tiefstehende Sonne kann nicht nur einen selbst blenden. Hat man die Sonne im Rücken, sollte man immer damit rechnen, dass zum Beispiel entgegenkommender Abbiegeverkehr Radfahrende nicht erkennt.

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