Bundesweite Kidical Mass am 24. und 25. September

 

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr! Damit diese Forderung endlich umgesetzt wird, ruft das Kidical Mass Bündnis am 24. und 25. September zum nächsten bundesweiten Aktionswochenende auf.

 

Kidical Mass in Potsdam.
Kidical Mass in Potsdam. © ADFC/Deckbar Photographie

In mehr als 180 Orten in ganz Deutschland werden wieder viele Tausende Menschen erwartet, die auf dem Rad für eine bessere und sichere Mobilität für Kinder demonstrieren. Dabei erobern Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam die Straße.

Viele ADFC-Gruppen beteiligen sich an der bundesweiten Kidical Mass mit eigenen Familien-Fahrraddemos oder unterstützen lokale Kidical Mass-Bündnisse. International sind inzwischen über 200 Fahrraddemos für den 24. und 25. September 2022 angekündigt. In Deutschland sind Demos in über 180 großen Städten und kleinen Orten geplant - auch auf dem Land.

Die Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses

Die Kidical Mass fordert bessere Bedingungen für Radfahrende, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Familien. Die ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Jeden Tag sollten Kinder so unbeschwert und sicher auf dem Rad unterwegs sein können. Dafür brauchen wir keine Klein-Klein-Lösung, sondern eine grundlegende Änderung des Straßenverkehrsrechts. Nur so kann eine sichere und klimafreundliche Mobilität erreicht werden.“

Die Forderungen:
Das neue Straßenverkehrsrecht muss:

  • die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote und Schwerverletzte – zum Ziel haben.
  • die selbständige und sichere Mobilität der Kinder ermöglichen – auf dem Weg zur Schule, zu Freund:innen, zum Sportverein oder Spielplatz.

Städte und Gemeinden müssen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet. Das umfasst zum Beispiel:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegnetz,
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (wie Kiezblocks in Berlin oder Superblocks in Barcelona).

Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Unterstützt wird die Kidical Mass von den überregionalen Partner:innen ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Pro Velo Schweiz und VCD.

Alle Orte und Termine: www.kinderaufsrad.org

Übergabe einer Petition im Anschluss an die Kidical Mass

Mehr als 81.000 Menschen unterstützen bereits die Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses nach einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht in einer Petition. Im Anschluss an die Kidical Mass werden Kinder und Vertreter:innen der Kidical Mass die Petition stellvertretend an die politisch Verantwortlichen vor Ort überreichen.

Viele Bürgermeister*innen und einige Verkehrsminister*innen haben bereits zugesagt. So sollen z. B. die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und Verkehrssenatorin Maike Schaefer in Bremen, die Berliner Verkehrssenatorin Bettina Jarasch in Berlin, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer in Köln, der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks in der Hansestadt sowie eine Vertreter*in des bayerischen Verkehrsministeriums in München dabei sein. Bundesverkehrsminister Volker Wissing ist angefragt. 

Zur Petition Uns gehört die Straße

 


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